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Projekt Comparo

Ein praktisches Beispiel für die erfolgreiche Arbeit ist das vom Signaturbündnis Niedersachsen initiierte Projekt "Comparo", mit dem der Prozessraum "Bestands- und Beschaffungsmanagement" innerhalb des Landes rechtsverbindlich elektronisch abgewickelt werden kann.

Wesentlicher Grundgedanke des Projekts ist der interoperable Einsatz elektronischer Signaturen. Damit soll eine rechtssichere medienbruchfreie Kommunikation zwischen einem öffentlichen Auftraggeber und der anbietenden Wirtschaft erreicht werden. Zum Schutz der bereits geleisteten Investitionen auf Seiten der Vertragspartner sollen marktübliche Geschäftsdaten in unterschiedlichen technischen Formaten genutzt werden.

Das im Informatikzentrum Niedersachsen, der zentralen Beschaffungsstelle für Informations- und Kommunikationstechnik der niedersächsischen Landesverwaltung, laufende Projekt lässt einen vielfältigen Nutzen erwarten.

Aus Sicht der Kunden des Informatikzentrums Niedersachsen ist eine schnelle und transparente Beschaffung möglich, da jederzeit Auskunft über den Status der Beschaffung gegeben werden kann sowie Bestandsinformationen und Workflowfunktionalitäten bei der Auftragsabwicklung zur Verfügung stehen. Es bestehen außerdem keine Zweifel an der tatsächlichen Rechtswirksamkeit von Verträgen, die auf elektronischem Wege mit dem Lieferanten und den Kunden abgeschlossen werden. Die geplante Lösung nutzt dabei konsequent die neue eGovernment-Infrastruktur des Landes Niedersachsen.

Von der angestrebten Lösung profitiert aber nicht nur das Informatikzentrum Niedersachsen mit seinen Kunden, sondern auch die Wirtschaft. Ein wesentlicher Schwerpunkt bei der technischen Ausgestaltung liegt in der Schaffung einheitlicher Schnittstellen, die von der Wirtschaftsseite genutzt werden können. Es besteht somit die Möglichkeit, dass die Wirtschaft ihre Prozesse durch die Automatisierung ebenfalls optimieren und damit Transaktionskostenvorteile erwirtschaften kann ( Bestellung/Lieferung werden automatisiert; damit entfällt die manuelle Bearbeitung!).

Besonders interessant ist die vorgeschlagene Lösung auch deshalb, weil kleine und mittlere Unternehmen von ihr profitieren können, ohne in eine kostenintensive Infrastruktur investieren zu müssen. Dafür wird das Land Niedersachsen im Informatikzentrum Niedersachsen eine zentrale Kommunikationskomponente einsetzen und sie für den Beschaffungsprozess anbieten.

In einem ersten Schritt wurde bis zum Frühjahr 2005 eine Ist-Analyse durchgeführt und ein Sollkonzept entwickelt. Zur Zeit ist die prototypische Implementierung gestartet. Mit einem produktiven Einsatz der Lösung ist im Frühjahr 2006 zu rechnen.

Das Projekt wird geleitet von Herrn Wolfgang Farnbacher, Informatikzentrum Niedersachsen.

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